Dieser Blogartikel wurde von Eva Schmitt, Heilpraktikerin für Chinesische Medizin verfasst. Den Blogartikel über Heuschnupfen in der Cinesischen Medizin finden Sie auch auf ihrem Blog.

 

Wenn der Winter langsam zur Neige geht und die ersten Blumen sprießen wächst die Vorfreude auf den Frühling. Leider wächst für viele jedoch auch der Unmut über die beginnende juckende Nase und tränende Augen – der Heuschnupfen lindert die Freude über bunte Blumenwiesen!

Die im Fachchargon genannte saisonale allergische Rhinitis kann in der Chinesischen Medizin viele Ursachen haben. Unterschieden wird zwischen dem sogenannten Zweig, was den Symptomen entspricht und der Wurzel, was die zugrunde liegende Ursache ist.

 

Der Zweig – die Symptome

Der Zweig entspricht der Akutphase. Er wird behandelt wenn die ersten Symptome sich zeigen. In der Chinesischen Medizin ist bei Heuschnupfen das Abwehr – Wei- Qi zu schwach, weshalb der Körper auf Pollen reagiert. Die Diagnose richtet sich hier nach den Symptomen. Einige zu stellende Fragen  sind: Ist der Rachen trocken und gerötet? Sind die Augen rot und trocken oder tränen sie? Ist die Nase betroffen? Welche Farbe hat das Sekret? Zusammen mit Allgemeinsymptomatiken wie Gereiztheit oder Müdigkeit, Ruhelosigkeit oder Kopfschmerzen sowie der Zungen- und Pulsdiagnose ergibt sich die Diagnose für den Zweig und die Behandlungsstrategie für die Akutbehandlung. Ziel ist sofortige Linderung der Symptome.

 

Die Wurzel – die Ursache

Nicht zu vernachlässigen ist jedoch die Frage nach der Wurzel: Warum ist das Abwehr-Qi zu schwach?

Für die Qi-Bildung sind in der Chinesischen Medizin drei Organe zuständig. Die ausführliche Anamnese ergibt die Ursache der zugrunde liegenden Schwäche und des Pathomechanismus. Es ist ratsam, in der symptomfreien Zeit, spätestens jedoch ab Herbst den Körper zu stärken und auf die nächste Saison vorzubereiten.

 

Die Behandlung

In der Akutphase ist es wichtig, Sie mindestens einmal pro Woche mit Akupunktur zu behandeln. Dauernadeln auf Akupunkturpunkte verstärken und verlängern zusätzlich die Wirkung der Behandlung.

Zusätzlich verschreibe ich gerne eine Chinesische Rezeptur, welche die Symptome behandelt.

In der symptomfreien Zeit wird dann ihr Qi gestärkt. Je nach Ursache ist auch hier eine Behandlung pro Woche anzuraten, je nach Konstitution, Lebensstil und Diagnose reicht jedoch manchmal auch ein zweiwöchiger Abstand oder eine Behandlung im Monat. Auch hier können chinesische Kräuter zusätzlich verschrieben werden.